
| Ungarn 2010 - Eine Reise ins Land der Piroschka | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Schon vor vielen Jahren planten wir eine Reise zu den Kakteenfreunden nach Ungarn. Doch konnten wir keine Bezugspersonen finden und konnten keine Kontakte bekommen. Da kam unverhofft ein Mail aus Ungarn, ein Mail von Agócs György, zu deutsch Georg und bayrisch vom Schorsch. Es wurde eine schnelle Freundschaft, aber eine schwierige Reiseorganisation, da wir mit 38 Kakteenfreunden in einem Bus den lieben Schorsch einfach überrumpelt haben und große Hotels in der Umgebung von Demjen nicht vorhanden sind. So bezogen wir Quartiere in mehreren Privatwohnungen und in Apartment-Bungalows in einem Weingut. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Agócs György - unser Reisebegleiter durch Ungarn und das Weingut Egri Korona in Demjen mit den Bungalows sowie Privatwohnungen unser Zuause György hat uns begrüßt |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Die lange Anreise von fast 14 Stunden wurde mit Humor und bayrischer Brezen-Brotzeit trotz tristem und regnerischem Wetter gut überstanden. In Demjen im Weingut Egri Korona Borhaz wurden wir von György schon erwartet. Bevor wir uns in die Quartiere begaben, gab's noch ein Abendessen und ein oder mehr Gläschen mundenden einheimischen Wein.
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Gut ausgeschlafen fahren wir nach ausgiebigem Frühstück im Egri Korona Borhaz nach Eger zum Geldwechseln. Eine kurze Rundfahrt durch Eger mit dem Hinweis von Georg auf die vielen Weinlokale im "Tal der schönen Frauen" geht's hinaus auf's Land in Richtuing Debrecen. Denn dort gibt es die erste Kakteensammlung bei Norbert Toth zu besichtigen. Doch vorher kamen wir noch über einen Stausee der Theiss in die echte Pußta, das heißt den kleinen Rest der riesiegen Pußta, der infolge der Erklärung zum Naturschutzgebiet noch übrig geblieben und von der kommerziellen Landwirtschaft verschont worden ist. Hortobagy heißt die kleine Ortschaft mit der steinernen neunbögigen Brücke über den Hortobagy-Fluss als Wahrzeichen mitten in diesem Naturschutzgebiet. Ein Hirtenmuseum zeigt die alte Pußta-Kultur und Stallungen können besichtigt werden. Die Abfahrt der Kutschenfahrt in die Pußta ließ uns noch Zeit in ein schönes Lokal essen zu gehen. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Die berühmte neunbögige Brücke von Hortobágy | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Gestüt von Mata in der Pußta | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Gestärkt von der ungarischen Gulaschsuppe fuhren wir noch 2 km mit dem Bus zum Startplatz am Gestüt Mata Menes im Herzen des Nationalparks Pußta, der 1999 von der UNESCO als Teil des Weltkulturerbes erklärt wurde. Die Geschichte des Gestütes von Mata reicht zurück bis ins Jahr 1671. Heute bewahrt es die Tradition der Pußta als Pferdezuchtzentrum und Betreuung des Tourismus in umweltverträglicher Form. In drei Planwagen verteilt mit zwei Pferden ging's los hinaus in die Pußta. Eine junge Begleiterin erklärte uns in perfektem Deutsch, wie die Pußta heute traditionsgemäß bewirtschftet und das traditionelle Hirtenleben noch wie damals gelebt wird. Nach holpriger Geländefahrt gelangen wir zur Futterstelle der weißen Esel und der Mangalica-Schweine, eine Wollschweinart, die hier vor dem Aussterben bewahrt wird. Ein Stück weiter ist das riesige Gelände der Wasserbüffel, die uns leider verachten und nur in der Ferne zu sehen sind. Vorsichtig nähern wir uns dann einer Herde dicht aneinander gedrängter, schwarzbraun bewollter und mit langen Hörnern bewehrter Zackelschafe. Wir müssen im Wagen bleiben, denn die Schafe sind scheu und nervös. Vorbei an einem der wenigen noch übrig gebliebenen Ziehbrunnen bleiben wir unmittelbar vor einer Herde langhörniger Graurinder stehen. Diese schwergewichtigen Rinder waren von unserem Anblick wenig gerührt und sahen uns mit stoischer Ruhe an. Warum, das erklärte uns unsere Führerin, es sind nämlich alles Ochsen. Die anderen noch aktiven leben viel weiter draußen und seien nicht ganz so friedlich. Da wir Bayer ja den Umgang mit stoischen Ochsen gewohnt sind, gab es keine Verständigungsprobleme. Bis sich dann doch 2 umdrehten, den Schwanz hoben und...., na ja uns auf diese Weise sagten, was sie von uns hielten! Riesige Graurind-Herden dienten zu Zeiten der Monarchie der Fleischversorgung der Großstädte, später waren sie vom Aussterben bedroht, bis man sie hier wieder züchtete. Die Fahrt im holprigen Planwagen ging weiter zum entferntesten Ziel, einer Horde freilaufender Pußta-Pferde, eine Hirtenunterkunft und ein Ziehbrunnen, Pußta-Idylle! Und da brausten sie schon an, die berittenen Hirten der Pußta! Der Höhepunkt des Pußtabesuches also die Vorführung der Reitkünste und der Pferdeabrichtung. Und es begann gleich mit einem wilden Sturmlauf um unsere Wagenburg. Attila Szekely ist Meister dieser Disziplin, die man als "Ungarische Post" bezeichnet. Dabei steht der Csikos (Pferdehirt) auf dem Rücken zweier Pferde während er drei weitere als Gespann vor sich laufen lässt. Diese artisische Leistung entsprang einem Gemälde eines österreichischen Malers, das ein ungarischer Reiter realisierte. Es soll von waghalsigen Reitern schon mit einem Gespann von insgesamt 15 Pferden gelungen sein. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Auf geht's in die Pußta
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Weiße Esel und Wollschweine | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Zackelschafe | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Graurinder mit ihren riesiegen langen Hörnern | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| So ergeht's wohl allen Vereinsvorständen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Reitkünste und Pferdedressur | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Das Schauspiel war faszinierend! Es kommen noch Vorführungen, die zeigen, was Pferde alles in der Vergangenheit leisten mussten, zB durften sie nicht schussscheu sein, die Schüsse werden mit dem Peitschenknall simuliert, sie mussten regungslos liegenbleiben, wenn geschossen wurde. Die Hundesitzstellung, ihrer Anatomie so gar nicht zusagend, mussten sie lernen und einiges mehr. Am Ende durfte unser Jüngster einen Ritt auf einem Pußta-Pferd machen, allerdings nur ganz gemüztlich und nicht im wilden Galopp, wie ihn unsere Lilli forderte. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nach der Reitervorführung gibg's an Ziehbrunnen vorbei wieder in Richtung Gestüt zurück. Dabei begegnen wir, natürlich gehört es zur Vorführung, einem nostalgischen Ochsenkarren gezogen von den Graurindern und einer Mauleselkutsche. Kein Muli (Maultier) sondern ein echter Maulesel, bei dem die Mutter der Esel ist, was wohl sehr selten vorkommt. | ![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Ein Komondor, der beste Hirtenhund der Welt | ![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Wir lassen die Pußta und seine Tiere hinter uns, mit einem letzten Blick auf Mata Menes und das 2000 Einwohner Dörfchen Hortobágy fahren wir weiter zur Stadt Debrecen. Dort wartet die erste Kakteensammlung auf uns, die wir in Ungarn besuchen. Es ist Norbert Toth, ein junger dynamischer Kakteensammler! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Norbert erwartet uns schon und begrüßt uns am Gartentor seines Häuschens, das er mit seiner Mutter bewohnt. Der erste Blick gilt natürlich bei den kaktusbegierlichen Besuchern den Kistchen im Hof, denn das ist das erste Angebot. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Norberts Kaktus-Anlage besteht aus einem großen etwas in den Boden versenktes Gewächshaus, einem kleineren Anzuchtgewächshaus und hinten am großen angebaut eine Freilandkultur mit Überdachung. Das große Haus ist auf Tischen unten und großen Hängebrettern oben lückenlos | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
mit Pflanzen gefüllt. Man denkt, alles was es an Kakteen gibt ist hier vorhanden. Im oberen Bereich sind auch viele Sukkulenten in Kultur. Der Höhepunkt seiner Kakteensammlung ist die Freiluftanlage mit fantastisch schönen Ferocacteen! |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
Im Anzuchtgewächshaus wird noch nach interessanten Pflanzen gesucht, die in Bayern noch nicht in Kultur sind, aber | ![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| auch sonst schöner durfte ins Einkaufskistchen. noch ein gemütlicher Ratsch und dann meldete sich der Magen, der knurrte schon. Eine lange Fahrt nach Eger musste er sich noch gedulden, dann gab's auf telefonischer Vorbestellung in | ![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| einem großen Lokal ein Abendessen. Ein schönes Lokal, vertäfelt, mit romantischem Gewölbe... aber da war die berühmte ungarische Geiegnmusik und auch das wäre schön gewesen in angenehmner Lautstärke. Die spielten aber mit einer irren Verstärkeranlage und dieser Hall in dem Gewölbe.. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
es war schier unerträglich. Der Kurt fand eine Lösung.... schade, wir hätten gerne ungarische Romantik genossen!
|
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| So endete der erste Tag in Ungarn und er war trotzdem spannend, interessant und sehr schön! | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||